F81.0

Der ICD-10-Code für die Lese- und Rechtschreibstörung.

Was bedeutet F81.0?

F81.0 ist der ICD-10-Code für die Lese- und Rechtschreibstörung. Er wird vergeben, wenn das Lesen deutlich hinter dem zurückbleibt, was nach Alter, Klassenstufe und allgemeiner Begabung zu erwarten wäre – in der Regel begleitet von Schwierigkeiten beim Rechtschreiben. Im Alltag sprechen Eltern und Schulen häufig von Legasthenie oder LRS.

Typische Merkmale

Wie wirkt sich das auf das Lernen aus?

Weil Lesen in fast jedem Fach vorausgesetzt wird, wirkt sich F81.0 weit über den Deutschunterricht hinaus aus: Textaufgaben in Mathematik, Arbeitsblätter im Sachunterricht, Aufgabenstellungen in Prüfungen. Kinder brauchen oft deutlich länger und ermüden schneller – nicht wegen mangelnder Anstrengung, sondern weil das Entziffern selbst Kraft kostet.

Wie können Eltern unterstützen?

Häufige Fragen zu F81.0

Ist F81.0 dasselbe wie Legasthenie?

Im medizinischen Sprachgebrauch ja – F81.0 ist die Kodierung dessen, was umgangssprachlich Legasthenie heißt. Schulrechtlich wird der Begriff je nach Bundesland unterschiedlich verwendet, oft als „LRS“ oder „besondere Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben“.

Verschwindet F81.0 wieder?

Die Besonderheit bleibt in der Regel bestehen, die Auswirkungen lassen sich aber deutlich verringern. Viele Jugendliche lesen mit guter Förderung sicher genug für Ausbildung und Studium, brauchen dafür aber weiterhin mehr Zeit.

Verwandte Begriffe

Quellen

Diese Erklärung hilft dir, einen Befund zu verstehen. Was ein Ergebnis für dein Kind bedeutet, gehört in ein persönliches Gespräch.

Stand: August 2026

Autorin: Christine Grimm, ganzheitliche Lernexpertin – Lernen einfach erleben

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