Lernverlaufsdiagnostik

Nicht wo ein Kind steht, sondern wohin es sich bewegt.

Was bedeutet Lernverlaufsdiagnostik?

Statt einmal im Jahr einen großen Test zu schreiben, werden regelmäßig sehr kurze, gleichartige Aufgaben bearbeitet – oft nur wenige Minuten, dafür alle paar Wochen. Aus den Ergebnissen entsteht eine Kurve, die zeigt, wie sich die Leistung über die Zeit entwickelt. Der Unterschied zur üblichen Lernstandserhebung liegt genau darin: Die eine ist ein Foto, die andere ein Film.

Typische Merkmale

Wie wirkt sich das auf das Lernen aus?

Eine einzelne Erhebung sagt, wo ein Kind steht. Sie sagt nicht, ob das, was gerade gemacht wird, wirkt. Genau das ist aber die Frage, die im Förderalltag zählt – und die Antwort darauf lässt sich nur über die Zeit sehen. Für Familien hat das noch einen zweiten Wert: Eine Kurve, die langsam steigt, zeigt Fortschritt auch dann, wenn die Note gleich bleibt. Für ein Kind, das sich anstrengt und trotzdem eine Vier schreibt, kann das der Unterschied zwischen Weitermachen und Aufgeben sein.

Unterschied der Begriffe

Lernstandserhebung

Eine Momentaufnahme. Zeigt, wo ein Kind zu einem Zeitpunkt steht.

Lernverlaufsdiagnostik

Viele kleine Messungen über Wochen. Zeigt, ob sich etwas bewegt.

Klassenarbeit

Bewertet eine Leistung. Ist für die Beobachtung eines Verlaufs zu grob und zu selten.

Wie können Eltern unterstützen?

Verwandte Begriffe

Quellen

Autorin: Christine Grimm, ganzheitliche Lernexpertin – Lernen einfach erleben

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