Bewegung und Lernen
Warum der Körper das Denken unterstützt.
Was bedeutet Bewegung und Lernen?
Bewegung und Lernen stehen in engem Zusammenhang. Lernen findet nicht nur 'im Kopf' statt, sondern wird auch durch den Körper beeinflusst. Bewegung kann Aufmerksamkeit, Aktivierung, Wahrnehmung und das Verarbeiten von Informationen unterstützen. Gerade bei Kindern ist Lernen häufig dann leichter, wenn der Körper mit einbezogen wird.
Typische Merkmale
- Einmaleins beim Ballwerfen üben
- Wörter beim Gehen oder Springen üben
- Silben klatschen
- Inhalte mit Gesten verbinden
- Lernkarten im Raum verteilen
Wie wirkt sich das auf das Lernen aus?
Bewegung kann Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Motivation, Lernfreude und Stressabbau unterstützen. Sie kann Lernphasen auflockern und die Aufnahmefähigkeit wieder erhöhen. Bewegung kann auch emotional entlasten, Stress reduzieren, Frustration abbauen und innere Unruhe regulieren.
Differenzierte Betrachtung
Bewegung kann besonders hilfreich sein bei Konzentrationsproblemen, ADHS, Reizüberflutung, Lernblockaden und geringer Motivation. Nicht jede Bewegung muss eine lange Sporteinheit sein – oft genügen kurze Aktivierungspausen, Dehnübungen, Hüpfen, Gehen oder kleine Koordinationsübungen.
- Besonders hilfreich bei Konzentrationsproblemen
- Unterstützend bei ADHS
- Hilft bei Reizüberflutung
- Kann Lernblockaden lösen
- Steigert Motivation
- Kurze Aktivierungspausen genügen oft
Unterschied der Begriffe
Bewegung als Lernform
Bewegung wird direkt als Lernzugang genutzt – Inhalte werden mit Handlung und Körpererfahrung verknüpft.
Still sitzen
Ist nicht für jedes Kind die beste Voraussetzung – Bewegung ist kein Gegensatz zu Lernen.
Wie können Eltern unterstützen?
- Bewegung vor Lernphasen einplanen
- Bewegung zwischen Aufgaben einbauen
- Bewegung direkt in Übungen integrieren
- Lernort variieren
- Sitzende und aktive Phasen abwechseln
Häufige Fragen zu Bewegung und Lernen
Muss mein Kind still sitzen, um zu lernen?
Nein, nicht unbedingt. Viele Kinder lernen leichter, wenn sie nicht nur still sitzen müssen, sondern Inhalte aktiv erleben. Bewegung kann ein wichtiger Teil des Lernens sein.
Welche Bewegungsübungen helfen beim Lernen?
Einmaleins beim Ballwerfen, Wörter beim Gehen üben, Silben klatschen, Inhalte mit Gesten verbinden oder Lernkarten im Raum verteilen. Auch kurze Aktivierungspausen und Dehnübungen können helfen.
Verwandte Begriffe
- Gehirngerechtes Lernen
- Multisensorisches Lernen
- Lernenergie
- Stressregulation
- Sensorische Integration
- Reizüberflutung
Quellen
- Spitzer, M. (2012). Lernen: Gehirnforschung und die Schule des Lebens
- Ratey, J. J. (2008). Spark: The Revolutionary New Science of Exercise and the Brain
- Hasselhorn, M. & Gold, A. (2017). Pädagogische Psychologie
Autorin: Christine Grimm, ganzheitliche Lernexpertin – Lernen einfach erleben
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